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Qualität & Zertifizierungen

Prozesse definieren. Leben. Stetig verbessern.

Qualität mit System

Qualität ist bei KBF kein nachgelagerter Prüfschritt, sondern integraler Bestandteil jedes Prozesses – von der Kabelverarbeitung über die Montage bis zur Endprüfung und Auslieferung. Unser Qualitätsmanagementsystem ist seit dem Jahr 2000 zertifiziert und wird konsequent weiterentwickelt.
Stempel mit ISO 9001 Zertifizierungssiegel auf weißem Papier – Symbol für zertifiziertes Qualitätsmanagement
Zertifizierte Managementsysteme

ISO 9001 und ISO 14001

Für die Planung, Fertigung, den Vertrieb und Service unserer Kabelbäume hat KBF bereits im Jahr 2000 ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt, zertifiziert durch die TÜV Management Service GmbH nach DIN EN ISO 9001:2015

Die im System definierten Prozesse werden gelebt, im Sinne von VDA Band 6.3 weiterentwickelt und regelmäßig auditiert – mit dem Ziel einer stetigen Verbesserung in Richtung 0-Fehler-Strategie.

Seit 2022 ist KBF zusätzlich nach ISO 14001:2015 zertifiziert. 
Das Umweltmanagementsystem stellt sicher, dass Umweltaspekte systematisch in betriebliche Entscheidungen einfließen – von der Materialauswahl bis zur Logistik.

Standardisierte Bemusterung

Produktionsprozess- und Produktfreigabe (PPF)

 Im Rahmen der standardisierten Bemusterung von Neuteilen führt KBF in enger Abstimmung mit dem Kunden die Vorlagestufen 0 bis 3 der PPF-Nachweisführung nach VDA Band 2 durch. Zusätzliche Anforderungen – etwa DIN-Normen für spezielle Anwendungsbereiche (MIL, Medizin) oder interne Konzernvorschriften – können nach Kundenvorgabe umgesetzt werden.

Folgende Verfahrensweisen kommen dabei zum Einsatz:
  • Erstmusterprüfbericht
  • Prozessablaufdiagramm
  • Produktionslenkungsplan
  • Softwareprüfbericht
  • Prüfmittelliste
  • Produktlebenslauf
  • Definition besonderer Merkmale
  • Werkzeugnis
Jeder einzelne Kabelsatz. Ohne Ausnahme.

100%-Endprüfung

Jeder Kabelsatz wird bei KBF vor Auslieferung einer vollständigen Endprüfung unterzogen. Diese umfasst die Prüfung auf Richtigkeit der elektrischen Verbindungen, eine Kurzschlussprüfung, eine Bauteilprüfung (z.B. Widerstands- oder Kondensatorwerte) und eine geometrische Prüfung mittels Legebrett. Auf Wunsch kann zusätzlich ein Isolationstest bis 2.000 V/DC durchgeführt werden.

Nach bestandener Prüfung wird jeder Kabelsatz mittels Prüfetikett gekennzeichnet. Die enthaltenen Daten ermöglichen eine lückenlose Rückverfolgbarkeit – der zugehörige Prüfbericht wird zentral gespeichert und ist jederzeit abrufbar. Auf Kundenwunsch erfolgt die Identifikation auch per Barcode oder QR-Code, um die Zuordnung bei digitalen Fahrzeugakten zu erleichtern. Die notwendigen Prüfsysteme werden im hauseigenen Prüfmittelbau konzipiert und aufgebaut. Die zugehörige Prüfsoftware wird dem jeweiligen Kabelsatz individuell angepasst.

Die Loyalität unserer Kunden ist
Konsequenz und Ergebnis der KBF-Qualität.

Über die ISO-Norm hinaus

Produktspezifische Fertigungsstandards

Neben den Anforderungen der ISO-Norm wendet KBF zusätzliche produktspezifische Fertigungsstandards an, die aus dem Automotive-Bereich stammen und für alle Kunden und Produkte gleichermaßen gelten.

Kabelverarbeitung nach VW60330

Die Norm VW60330 definiert Anforderungen und Prüfkriterien für lötfreie elektrische Crimpverbindungen mit Crimphülsen und mehr-, fein- sowie feinstdrähtigen Litzenleitern aus weichem Kupfer. Bei KBF werden die Vorgaben aus VW60330 in Verbindung mit den Crimpvorgaben der Kontaktteilhersteller durch den Einsatz von Crimpmaschinen mit integrierter Crimpkraftüberwachung eingehalten. Die Überwachung der Crimpwerte – Crimphöhe und Crimpbreite – erfolgt vor Fertigungsbeginn jedes Produktionsloses und produktionsbegleitend. Im hauseigenen Schliffbildlabor können zusätzliche Crimpdaten gemäß VW-Norm im Detail geprüft werden.

Montage nach IPC/WHMA-A-620B

Dieser Leitfaden beschreibt Abnahmekriterien für die Herstellung gecrimpter, mechanisch gesicherter oder gelöteter Verbindungen und die zugehörigen Montageaktivitäten bei Kabel- und Kabelbaum-Baugruppen. KBF nutzt den Leitfaden produktionsbegleitend als Richtlinie für manuelle Montagetätigkeiten – ergänzend zu den bindenden Kundenvorgaben. Regelmäßige Stichproben und zugehörige Schulungsmaßnahmen durch die Qualitätsbeauftragten sorgen für gleichbleibend hohe Montagequalität.

Qualitätsprüfung über den Standard hinaus

Die Shore-Härte-Prüfung dient der zuverlässigen Bestimmung der Härte von Elastomeren, Kunststoffen und gummiartigen Werkstoffen. Durch ein standardisiertes Messverfahren wird die Widerstandsfähigkeit des Materials gegen das Eindringen eines Prüfkörpers ermittelt. Die Ergebnisse ermöglichen eine präzise Qualitätskontrolle und stellen sicher, dass Materialeigenschaften den vorgegebenen Spezifikationen entsprechen. Shore-Härte-Prüfung

Die Mikroskopprüfung ermöglicht die detaillierte Untersuchung von Oberflächen, Strukturen und Werkstoffmerkmalen, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Selbst kleinste Abweichungen, Beschädigungen oder Verunreinigungen können frühzeitig identifiziert werden. Durch die präzise Analyse mit unseren hauseigenen Mikroskopen stellen wir sicher, dass Bauteile und Produkte höchsten Qualitätsanforderungen entsprechen. Mikroskopprüfung

Die Röntgenprüfung ermöglicht die zerstörungsfreie Untersuchung von Bauteilen und Produkten auf innere Strukturen und mögliche Fehler. Dabei können Einschlüsse, Lunker, Risse oder Montageabweichungen sichtbar gemacht werden, ohne das Prüfobjekt zu beschädigen. Das Verfahren liefert präzise Einblicke in Bereiche, die von außen nicht zugänglich sind, und unterstützt eine zuverlässige Qualitätsbewertung für Neuentwicklungen und Prototypen oder auch zur Beurteilung von Rückläufern aus dem Feld. Prüfung durch Röntgen

Die Kameraprüfung ermöglicht eine schnelle und präzise Kontrolle von Kabelbäumen und konfektionierten Leitungen. Mithilfe moderner Bildverarbeitung werden Merkmale wie Leitungsführung, Steckverbinderpositionen, Farbzuordnungen und die Vollständigkeit der Baugruppe graphisch überprüft. Abweichungen oder Montagefehler können frühzeitig bei der Endprüfung erkannt werden. Kameraprüfung

Die Schliffbildprüfung dient der detaillierten Analyse von Crimpverbindungen in der Kabelbaumfertigung. Durch das Anfertigen eines präzisen Querschliffs werden Aufbau, Verpressung und Kontaktierung von Leiter und Crimpkontakt sichtbar gemacht. So können Qualitätsmerkmale wie Verdichtungsgrad, Leiterposition oder mögliche Verarbeitungsfehler zuverlässig beurteilt werden. Die Schliffbildprüfung stellt sicher, dass Crimpverbindungen den geltenden Normen und Qualitätsanforderungen entsprechen und dauerhaft eine sichere elektrische Verbindung gewährleistet wird. Schliffbildprüfung nach VW60330

Tisax Schild
Zertifizierung für IT-Sicherheit

Tisax

In der Zusammenarbeit mit Kunden aus der Automobilindustrie ist der Schutz sensibler Daten unverzichtbar. KBF strebt deshalb noch dieses Jahr die Tisax-Zertifizierung Level AL2 an.

Was ist Tisax?

Tisax (Trusted Information Security Assessment Exchange) ist ein vom Verband der Automobilindustrie (VDA) entwickelter und von der ENX Association überwachter Standard für Informationssicherheit.

Er basiert auf der ISO/IEC 27001 und ergänzt diese um branchenspezifische Anforderungen der Automobilindustrie.

Mit Assessment Level 2 (AL2) wird der wirksame Schutz besonders sensibler Informationen nachgewiesen – etwa von Konstruktionsdaten, Kundendaten und technologischen Informationen.

FERTIGUNG NACH WEHRTECHNISCHER NORM

MIL-Norm

In der Wehrtechnik und in sicherheitskritischen Anwendungen zählt jedes Detail.

KBF fertigt in Anlehnung an die Verarbeitungsrichtlinien der VG 96927-4.

Was ist die VG 96927:

Die Normenreihe wird vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) herausgegeben und regelt verbindlich die Verarbeitung konfektionierter Kabel und Leitungen für Luftfahrzeuge, militärische Systeme und wehrtechnische Geräte. Sie ist zusätzlich von der Schweizer armasuisse und dem niederländischen Verteidigungsministerium anerkannt.

Auf dem Weg zur Zertifizierung:

Die offizielle Zertifizierung nach VG 96927 streben wir im Laufe dieses Jahres an. Bereits heute sind unsere Fertigungsprozesse so aufgestellt, dass wir die Vorgaben der Norm grundsätzlich einhalten können – Kunden profitieren also schon heute von fachspezifischen Qualitätsstandards, unabhängig vom formalen Zertifizierungsstatus.